Gefährdungsanalyse

Werden im Zuge der Probenahme nach Trinkwasserverordnung Grenzwerte verletzt, ist eine Gefährdungsanalyse zu erstellen. Sie hat Mängel in der Trinkwasserhygiene aufzudecken und zu prüfen, ob die Installationen den geforderten „allgemein anerkannten Regeln der Technik“ entsprechen.

Detaillierte Vorgaben, wie Gefährdungsanalysen durchzuführen sind fehlen allerdings. So werden in der Praxis sehr unterschiedliche Dossiers zu sehr unterschiedlichen Preisen angefertigt - schlimmstenfalls bekommen die Betroffenen endlose Mängellisten vorgesetzt die in die Empfehlung münden, das Tinkwassernetz sei am besten komplett zu erneuern.

Wir selbst haben in unserer Arbeit der letzten 15 Jahre die Erfahrung gemacht, dass eine ausgewogene Warmwasserhydraulik wesentliche systemische Voraussetzung für geringe Legionellenzahlen ist. Entsprechend legen wir hierauf großen Wert, während einzelne Mitbewerber das Thema gar nicht aufgreifen.

Wie bei unseren Gutachten haben wir uns auch bei unseren Gefährdungsanalysen einer Instandhaltung bzw. Instandsetzung mit möglichst geringen Mitteln verpflichtet. Die Ausarbeitungen sind klar gegliedert, verständlich formuliert und plausibel. Bei unseren Empfehlungen setzen wir mit Blick auf die Dringlichkeit einzelner Maßnahmen klare Prioritäten. So können die Eigentümer die Maßnahmen über einen längeren Zeitraum Schritt für Schritt abarbeiten.

Hydraulik

Unter Hydraulik wird in der Versorgungstechnik die ausgewogene Temperaturverteilung in einem Kreislauf verstanden. Sie ist Voraussetzung für einen energieeffizienten Betrieb und für eine angemessene Trinkwasserhygiene, die an das Erreichen ausreichend hoher Warmwassertemperaturen im gesamten Netz gebunden ist.

Sowohl in Warmwasser- wie in Heizwasserkreisläufen älterer Gebäude ist die Hydraulik häufig aber nicht mehr intakt, was für einzelne Nutzer eine Unterversorgung zur Folge hat.

Erforderlich ist dann ein sog. „hydraulischer Abgleich“. Er wird wesentlich erzielt durch Messung der Temperaturwerte mit anschließenden Berechnungen zur Leistung der Zirkulationspumpe und zur Neueinstellung der Regelventile. Häufig werden in diesem Zug die alten statischen Ventile durch solche ersetzt, die Temperaturen selbsttätig regulieren (thermische Regulierventile in der Warmwasserzirkulation, Thermostatventile in der Heizung usw).

Soweit die Theorie. In der Praxis findet die Möglichkeit des hydraulischen Abgleichs ihre Grenzen, wo Rohrnetze mit Inkrustierungen verschlossen sind. Das ist insbesondere der Fall bei älteren Fußbodenheizungen, deren Heizschlagen durch Magnetitablagerungen verschlossen sind und bei verzinkten Stahlrohren, die durch Rostknollen und Kalkstein verengt sind.

Ablagerungen machen generell das Fließverhalten des Wassers träge. Es sucht sich seinen Weg vorzugsweise durch Rohre mit glatten Oberflächen und weiten Querschnitten. Da gerade an Anlagen mit vielen Versorgungssträngen diese häufig sehr unterschiedlich verengt sind, ist das Fließverhalten des Wassers entsprechend unterschiedlich ausgeprägt. Wenn das Netz ab Kellerdecke aufwärts insgesamt bereits stark durch Inkrustierungen verengt ist, findet die Zirkulation wesentlich nur noch in der waagrechten Kellerverteilung statt.

In all diesen Fällen schafft auch der Einbau thermischer Regulierventile nur begrenzt Abhilfe. Er muss deshalb einhergehen mit geeigneten Maßnahmen, um die Querschnitte der Warmwasserstränge wieder zu erweitern und dauerhaft frei zu halten.

HAUPTSITZ
WASSERNETZ Bernau a. Ch. | Dr. Claudia Nölting
Aschauer Straße 16a - 83233 Bernau a. Chiemsee | Tel.: 08051 - 9657010

ZWEIGSTELLE
WASSERNETZ München | Dipl.-Ing. Bernhard Bosch
Schwanthalerstr. 100 / II - 80336 München | Tel.: (0)89 552925 - 32