Instandhalten Wasser führender Netze

In den 1970er Jahren boomte der Wohnungsbau. Immobilien wurden häufig sehr groß gebaut und über weitläufige Netze zentral mit Wasser und Wärme versorgt. Gerade bei diesen Anlagen besteht Handlungsbedarf, wie nicht zuletzt die jüngsten Untersuchungen nach Trinkwasserverordnung nachdrücklich zeigen.

Aber auch jüngere Installationen haben aufgrund mangelhafter Planung, Verarbeitung und Materialqualität, schwieriger Versorgungswässer, unerkannter Schadensursachen oder unsachgemäßen Betriebsbedingungen häufig Probleme.

Die Schadensverläufe an den verschiedenen Versorgungsnetzen für Wasser und Wärme sind unterschiedlich. In der Regel weisen Trinkwassernetze durch Korrosion und Einlagerungen den schlechtesten Zustand auf. Da das Rohrinnere nicht sichtbar ist und da zudem (auch von „Fachleuten“) häufig wirkungslose oder falsche Wasserbehandlungen installiert wurden, sind viele Eigentümer hinsichtlich der richtigen Maßnahmen verunsichert. Sie zögern wirksame Schritte zur Schadenprävention und Instandhaltung so lange hinaus, bis umfangreiche Sanierungen unumgänglich sind.

Dabei gilt: Je früher die richtigen Schritte zur Schadensprävention und Instandhaltung ergriffen werden umso besser ist ihr Erfolg und umso wirtschaftlicher die Investition.

Planungs- und Ausführungsphase

Die sachgerechte Planung und Bauausführung von Sanitär- und Heizungsinstallationen ist einer der wichtigsten Aspekte der Schadensprävention. Aufgrund von Unkenntnis, Preis- und Termindruck oder auch Nachlässigkeit werden aber gerade hier die Grundlagen für viele der späteren Probleme gelegt.

Häufig anzutreffende Mängel sind

  • Zu kleine Heizräume, die keine sinnvolle Anordnung und spätere Wartung der Anlagen zulassen
  • Verwendung falscher Materialien und problematischer Materialmischungen
  • „Bevorraten“ von Leitungen und Entnahmestellen, deren spätere Nutzung nicht sicher gestellt ist.
  • Räumlich unzureichende Trennung von Kalt- und Warmwasser bzw. Heizwasser
  • Räumlich unzureichende Trennung von Wasser- und Elektroninstallationen
  • Verwendung ungeeigneter Bearbeitungswerkzeuge
  • Unhygienische Lagerung von Rohren, Anlagen und Arbeitsmaterialien auf der Baustelle
  • Fehlendes „Entgraten“ von Schnittflächen
  • Zu frühes Befüllen von Netzen was zu Stagnation des Wassers führt
  • Mangelhafte Druckprüfungen und Spülungen
  • Fehlende Prüfungen der Hydraulik von Heizung und Warmwasser
  • Mangelhaftes Abdichten von Fugen und fehlende Feuchtesperren als Ursache für spätere Außenkorrosion

HAUPTSITZ
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